Ausflüge am Festland

Überblick über mögliche Ausflüge am Festland

Auch ausserhalb der Insel laden interessante Ausflugsziele zu einem Besuch ein. Einige werden hier näher vorgestellt:

Nazaré:
Nazaré ist der erste Ort den man nach dem Verlassen der Insel Itaparica über die Brücke Ponte do Funil erreicht. Es ist eine Kleinstadt im Reconcavo Baiano (so nennt man das fruchtbare Land um die Allerheiligenbucht) deren Bewohner vor allem vom Getreideanbau leben. Auf dem Markt wird Keramik aus der Gegend um Maragogipinho angeboten. Sehenswerte Bauwerke der Stadt sind die Kirchen Igreja Matriz de Nossa Senhora und Igreja de São Roque, der Sobrado Arches, das Rathaus, Santa Casa da Misericórdia, Solar dos Sampaio und die Ponte da Conceição. Der Bahnhof Alexandre Bittencourt  hatte große Bedeutung im letzten Jahrhundert, als die Stadt ein wichtiges Zentrum zur Versorgung des Reconcavo war. Zu den Attraktionen zählt der Wasserfall Cachoeira do Roncador. Der Fluss Rio Copioba bildet dort Stromschnellen und ein natürliches Schwimmbecken, welches von der Bevölkerung speziell an Wochenenden gerne besucht wird. Der Hügel Morro do Silêncio ist ein natürlicher Aussichtspunkt am Rande der Stadt mit der weithin sichtbaren, 15 m hohen Statue des Jesus von Nazareth.Ausflüge am Festland: Christusstatue NazareAusflüge am Festland: Aussicht NazareKirche NazareSiedlung am Fluss in Nazare

Maragogipe:
Der Ort Maragogipe liegt in der Nähe der Stadt Nazaré und ist hauptsächlich wegen seiner Arbeiten mit Ton bekannt. Er gilt als das größte Produktionszentrum der traditionellen Töpferei von Bahia und es wird gesagt, dass er eine der größten Plattformen für handgemachte Keramik aus Lateinamerika ist. Die ehemaligen Ziegeleien, am Fluss Jaguaripe gelegen, wurden von Jesuiten fast 300 Jahre lang betrieben. Seitdem wird das Wissen über diese Tätigkeit von den Eltern auf die Kinder übertragen. Die Keramik wird in rund 100 rustikalen Werkstätten mit veralteten Methoden der Herstellung produziert: Töpferscheibe bewegt sich mit dem Fuß; Schlamm ohne ausreichende Qualität; rudimentäres Brennen in Holzöfen, etc. Die Handwerker, Männer und Frauen, stellen mit primitiven Werkzeugen alle Arten von Keramik wie Töpfe, Krüge, Vasen, Teller, Schalen, Vasen, Skulpturen und Heilige mit Einflüssen der indigenen und portugiesischen Kultur her. Ein Großteil der Produkte ist für den Markt Feira dos Caxixis in Nazaré bestimmt, wo sich jedes Jahr in der Karwoche tausende von Besuchern einfinden.Ausflüge am Festland: Töpfer in MaragogipeVerkaufsraumAusflüge am Festland: Brennofen in MaragogipeAusflüge am Festland: Transportboot in Maragogipe

Santo Antonio de Jesus:
Die Besiedelung von Santo Antônio de Jesus, auch bekannt als Hauptstadt des Reconcavo, begann im späten siebzehnten und frühen achtzehnten Jahrhundert als die Region bei der Gewinnung von Harthölzern und Anpflanzung von Zuckerrohr, Maniok, Tabak und Kaffee für die Versorgung von Salvador an Bedeutung zunahm. Gegründet wurde die Stadt bei der Kapelle Santo Antonio, am Rand der Straße die das Hinterland mit Nazaré verband und von Reisenden und Viehtreibern frequentiert wurde. Während der Zeit des 2. Weltkrieges war Santo Antonio Lieferant von Mangan nach England und wurde später ein wichtiger Produzent von Tabak, der in der ganzen Region angebaut und nach Europa exportiert wurde. Seit dem neunzehnten Jahrhundert ist der Handel die wichtigste Einnahmequelle der Region und zieht Käufer und Verkäufer aus der ganzen Reconcavo an. Die Landwirtschaft hat eine große Produktion von Erdnüssen, Zitronen- und Orangenbäumen, sowie Rinder- und Maultierzucht. Für den Besucher empfiehlt sich neben zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten auch die Erkundung des Marktes.Hauptplatz Santo Antonio de JesusAusflüge am Festland: Stadtzentrum Santo Antonio de JesusAusflüge am Festland: Markt Santo Antonio de JesusAusflüge am Festland: Imbisstube Santo Antonio de Jesus

Valença:
Die Hafenstadt an der Dendê-Küste (Dendê = Frucht der Ölpalme) wurde 1799 von portugiesischen Einwanderern gegründet. Touristen benutzen die Stadt hauptsächlich als Durchgangsstation, um mit dem Boot oder dem Flugzeug die Insel Morro de São Paulo zu erreichen. Der Fluss Rio Una, der die Stadt teilt, ist nicht nur aus touristischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht wegen seines Reichtums an Garnelen, Wolfsbarsch und Meeräsche, sowie Krabben, Austern und Muscheln von großer Bedeutung für die Stadt. Er ist schiffbar für die meisten Boote und an seinen Ufern befinden sich einige der berühmtesten Werften Bahias.
Sehenswerte historische Attraktionen:
Die Ruinen der 1844 gegründeten ersten brasilianischen Textilfabrik
Die Kirchen Igreja Matriz do Sagrado Coração de Jesus (1799) und
Igreja Nossa Senhora do Amparo (1757)
Strände:
Praia de Ponta do Curral ist erreichbar mit Schiffen vom Pier Pier von Valencia oder über den Strand Guaibim. Ein einsamer und paradiesischer Strand, gesäumt vom Atlantischen Regenwald (Naturschutzgebiet) auf dem Meeresschildkröten ihre Eier ablegen.
Praia de Guaibim, 17 km von der Stadt entfernt, war ein ein kleines Fischerdorfund ist heute der Sommertreffpunkt mit vielen Ferienhäusern, Hotels, Bars und Restaurants. Der Strand hat sauberes Wasser, feinen Sand und ist gesäumt von Kokospalmen. Über die gesamte Länge haben die Strände von Guaibim moderate Wellen im offenen Meer, ideal für Surfer, die hier jährlich die regionale Meisterschaft austragen.
Park Candengo und Hochebenen:
Im Naturschutzpark Candengo – 0,5 km vom Stadtzentrum entfernt, mehrere Wasserfälle, umgeben von Regenwald – befindet das erste  Wasserkraftwerk von Bahia und erzeugt Energie für die Companhia Valença Industrial.
Die Serra Abia – Am Rande der BR-101 –  ist mit etwa 1.300 Fuß der Höhepunkt der Stadt und ideal zum Drachen- und Gleitschirmfliegen. Zugang asphaltiert, ca 30 km über die BA-542.
Wasserfälle:
Cachoeira  Água Branca, Zugang von der Autobahn km 02 Valencia – Nazaré, asphaltiert, mit einem 2 km langen Steilstück Erdstrasse. Der Wasserfall ist etwa 30 Meter hoch und ein idealer Ort für die Praxis des Ökotourismus.
Cachoeira do Serapuí – 15 km von Valencia auf dem Weg nach Taperoá, in der Gegend namens Boca da Mata em Cajaíba. Der Wasserfall ist 15 Meter hoch, umgeben von dichtem Dschungel und fast unberührt von Menschen.
Ausflüge am Festland: Hafenstadt Valenca

Santo Amaro:
Ursprünglich wurde die Region von den Indianerstämmen der Caetés, Pitiguaras und Carijós bewohnt. Um 1557, an der Mündung des Flusses Traripe begannen neue Siedlungen zu entstehen, aus denen die heutige Stadt Santo Amaro entstand. Alle sind von der Magie dieser Stadt, die so viele begabte Menschen hervorgebracht hat, verzaubert. Unter ihnen sind Caetano Veloso, Maria Bethania, der Künstler Emanuel Araujo und die Meister von Capoeira und Maculelê „Besouro Cordão de Ouro“ und „Popo“, die der Welt die Schönheit und Kunst der Bewegung der Kinder dieses Landes zeigten. Die Stadt ist umgeben von wunderschönen Wasserfällen und Kaskaden, die sehr beliebt sind bei Besuchern aus der ganzen Welt. Neben der Vielfalt an Naturschönheiten, bewahrt der Ort stattliche alte Gebäude. Die Kapelle von Santo Amaro und das Solar Paraíso waren die ersten Gebäude der entstehenden Stad.

São Félix:
Die kleine Stadt São Félix im Recôncavo Baiano liegt auf dem rechten Ufer des Rio Paraguaçu, 110 km von Salvador entfernt. Sie hat ihren Ursprung in einem indianischen Dorf der Tupinambás. Im Jahre 1534 hatte das Dorf etwa 20 Hütten, die von 200 Indianern bewohnt wurden. Sie wurden nach Ankunft der Portugiesen zwecks Anbau von Zuckerrohr versklavt. Geprägt durch die Entwicklung der Tabakindustrie, mit der Installation der Zigarrenfabriken Suerdieck, Dannemann, Costa Ferreira & Feather, Stender & Cia, Pedro Barreto und Alberto Waldheis, dem Anbau von Ölpalmen und einem florierenden Handel mit Stevia hat die Stadt eine Geschichte mit zutiefst kulturellen Werten. Ein Spaziergang durch die Straßen von São Félix ist eine Gelegenheit in direkten Kontakt mit einer Vergangenheit zu treten, in der auf dem Fluss Paraguaçu die Hauptstadt Salvador mit ländlichen Produkten versorgt wurde. Durch die Vermischung von weißen und schwarzen Menschen mit indigenem Erbe hat in dieser Stadt eine besondere Gattung Menschen ihre angestammten Wurzeln. Mehr Informationen über dieses Ausflugsziel erhalten Sie hier: http://www.ufrb.edu.br/turismo/category/sao-felix/
Der Deutsche Gerhard Dannemann gründete 1989 in São Félix die älteste Zigarrenfabrik Brasiliens. Bei einem Besuch des Kulturzentrums Dannemann kann der Besucher neben Ausstellungen und Workshops auch die Herstellung seiner „Brasil“ beobachten. Der Prozess der Herstellung von Zigarren, die von Hand gemacht werden kann bis zu 30 Tage (zwischen Montage, Trocknung und Veredelung) dauern. Mehr Informationen über das Centro Dannemann erhalten Sie hier: http://www.centrodannemann.com/br/de/das-centro/centro-dannemann/Ausflüge am Festland: Cachoeira-Rio Paraguacu-Sao FelixAusflüge am Festland: Sao FelixAusflüge am Festland: Sao Felix do ParaguacuAusflüge am Festland: Eisenbahn Sao FelixAusflüge am Festland: Eisenbahnbrücke Sao FelixAusflüge am Festland: Kulturzentrum DannemannAusflüge am Festland: Zigarrenherstellung Sao Felix

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