Natur

Die Natur der Insel Itaparica: Überblick über Flora, sowie terrestrische und aquatische Fauna

Brasilianer siedeln gerne an der Küste, weshalb sich die Natur im Landesinneren ihre Ursprünglichkeit bewahren konnte. Weite Teile der Insel sind noch bedeckt vom  Atlantischen Urwald (Mata Atlântica), der von den Einheimischen „Mato“ genannt wird. Das niedrige, undurchdringliche Dickicht ist die Heimat der verschiedensten Arten von Tieren und Pflanzen. Die Vegetation umfasst Pflanzen wie Piaçava,  Orchideen, Palmen, Bromelien und Trepadeiras (Rankengewächse). Eine der beliebtesten Pflanzen auf der Insel ist die Piacava (Tupi = Faserpflanze), wissenschaftlicher Name Attalea funifera, deren Fasern vielerlei Verwendung finden.Natur: Fischerdorf Misericordia umgeben von Mangroven und atlantischem UrwaldNatur: undurchdringlicher BuschwaldNatur pur - kleiner See im UrwaldNatur: Atlantischer Urwald (Mata Atlântica) bis ans MeerCacha Pregos ist der Beginn eines einzigartigen Gebietes: dem Pantanal Baiano. Die Region erhielt ihren Namen, weil sie ein riesiges, noch weitgehend unberührtes Gebiet von Mangroven, mit zahlreichen Bächen, Flüssen und Kanälen innerhalb des atlantischen Urwaldes ist. Das Gebiet wird von Vögeln, Ameisenbären, Füchsen, Gürteltieren, Pacas und sogar Jaguaren und Kaimanen bewohnt.  Die Mangroven sind auch die Heimat der beliebten Krabbe Caranguejo und anderer Krebstiere. Für diejenigen, die gerne Angeln, ist der Spaß garantiert: es gibt Wittling, Meeräsche und Rotbarsche. Das Treffen des salzigen Meerwassers mit Süßwasser aus den Flüssen der Region ermöglicht das Wachstum von Austern an den Ufern des Jaguaripe und seiner Nebenflüsse.Natur: Feuchtgebiet Pantanal BaianoNatur: Teich umgeben von WildnisNatur: UrwaldpflanzeNatur: See im MatoNeben der aus Südostasien stammenden Kokospalme ist die Ölpalme ein häufig vorkommendes Gewächs. Sie stammt von der Westküste Afrikas und das Öl ihrer gepressten Früchte ist Bestandteil vieler baianischer Gerichte. Da es sich um eine tropische Region handelt, gedeihen auf der Insel Obstsorten wie Cashew, Pinha, Acerolakirsche, Limonen, Mangos, Umbu, Pitanga, Maracuja, Bananen, Papaya, Kakao, Graviola, und Ananas um nur einige zu nennen.Natur: Cashew - Blüte, Frucht und KastanieNatur: MangoNatur: hoher Gehalt an Vitamin C: AcerolakirscheNatur: süße Jackfrucht (Jaca)Natur: Bananenblüte mit jungen BananenNatur: Blüte der Passionsfrucht (Maracuja)Natur: Sternfrucht (Karambola)Die terrestrische Fauna der Insel besteht aus einer Vielfalt von verschiedene Vogelarten, Insekten, Reptilien, kleine Säugetiere wie Affen, Gürteltiere und sogar dem nachtaktiven Pampasfuchs. Die Affen haben ihre Scheu vor dem Menschen weitgehend abgelegt. Sie sind überall anzutreffen und lassen sich füttern. Unter den Vogelarten finden sich Vertreter wie Papageien, Sittiche (Jandaia), Spechte (Pica Pau), Brasiltangaren (Tiê-sangue), Ultramarin-bischof (Azulão), Truthahngeier (Urubus) und sogar Falken (Harpia oder Gavião Real). Natur: Falke (Gavião Real) Natur: Falter "Castanha vermelha"Natur: Büschelaffe "Mico"Natur: Truthahngeier "Urubu"Natur: Kolibri (Beija Flor) und HibiskusblüteNatur: Beutelratte "Sarigué"Natur: Ochsenfrosch "Sapo Cururu"Kleine Warnung nebenbei: Lassen sie sich nicht einfallen das Mato auf eigene Faust zu erkunden. Erstens kommen Sie ohne den Einsatz des Buschmessers nicht weit und zweitens gibt es dort Bewohner, die auf Störungen unangenehm reagieren. Wenn es unbedingt sein muss, ist ein einheimischer Führer unerlässlich. Alle diese Tiere haben allerdings gemeinsam dass sie den Menschen meiden und so werden Sie ausserhalb des Mato vermutlich nie eine Begegnung mit den wehrhaften Bewohnern der Insel haben.
Natur: hochgiftige Lanzenotter "Jararaca"Natur: Vogelspinne "Caranguejeira"Natur: Skorpion "Tityus Bahiensis"Die aquatische Fauna umfasst Weichtiere, Fische und Krustentiere in reicher Vielfalt. Die Gewässer rund um die Insel sind voll mit Schwärmen von Sardinen, Tintenfisch, Rotbarsche und Makrelen. Auch Raubfische wie der Barracuda werden im tieferen Wasser vor der Küste gefangen. Diese Vielfalt macht sich bemerkbar auf den Speisekarten: Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten kommen voll auf ihre Kosten.
Natur: Krabbe am StrandNatur: Kugelfisch "Baiacu" am RiffNatur: Raubfisch BarracudaRed Snapper (peixe dentãoNaturschutz wird hier bereits groß geschrieben. In der ursprünglichsten Vegetation, der Mata Atlântica ist eine Bebauung nicht mehr möglich. In gemischten Vegetationen (gemischt mit nicht heimischen Pflanzen, wie Kokospalme und Ölpalme) darf pro Ha nur ein geringer Prozentsatz abgeholzt werden. Diese Gesetze haben dazu geführt, dass es noch Gegenden gibt wo der Wald bis an den Strand reicht. Einige Gebiete sind besonders geschützt, dort ist jegliche Art von Bebauung generell verboten.
Natur: Mausi Antonia

Es darf nicht versäumt werden, Ihnen am Schluss dieses Artikels das gefährlichste Tier der Insel vorzustellen. Sein Name ist Mausi Antonia, es ist 21 Jahre alt und beisst ohne jegliche Vorwarnung. Falls Gefahr besteht diesem Tier zu begegnen, ist es ratsam zur Besänftigung stets „Leckerlies“ in ausreichender Menge mitzuführen, wenn der Urlaub nicht in einem Desaster enden soll.

Update: „Das gefährlichste  Tier“ der Insel, Mausi Antonia, ist am 30.01.2016 im
23. Lebensjahr gestorben. Sie wird in unserer Erinnerung weiterleben.

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